Steirische Harmonika

Schon seit jeher ist die Steirische Harmonika beliebt. Ob zu besonderen Anlässen oder in geselliger Runde beim Musikanten Stammtisch die steirische Harmonika darf dabei nie fehlen. Auch von namhaften Bands oder Musikern wie zum Beispiel Hubert von Goisern wurde die steirische oft eingesetzt.

In letzter Zeit hat es die Steirische Harmonika sogar in die Top Ten der Charts geschafft. Zu verdanken ist das dem österreichischen Musiker Andreas Gabalier, der und Hits wie „Hulapalu“ oder „I sing a Liad für Di“ geschrieben hat. Ganz neu ist diese Stilrichtung nicht ganz. Doch Andreas Gabalier, der sich selbst Volksrock’n Roller nennt, hat dem Alpenrock wieder neuen Auftrieb verschafft.

Die Steirische Harmonika wird von Harmonika Bauern oft in Handarbeit gefertigt. Die bekanntesten Harmonikabauer kommen, wie soll es anders sein, natürlich aus Österreich. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Strasser Harmonika
  • Alpen Harmonika
  • Öllerer Harmonika
  • Zupan

um nur ein paar wenige zu nennen. Doch welches Instrument ist nun das Richtige für einen. Aus der Vielzahl der Harmonika Hersteller die richtige Harmonika zu finden ist für einen Laien oft schwer. Natürlich muss einem seine Steirische Harmonika von der Optik her gefallen. Manche mögen es eher verspielt und lieben aufwändige Intarsien. Andere setzen eher auf moderne Applikationen wie zum Beispiel individuelle Motive auf ihrem Balg.

Doch was ist an den Mythen dran, die man so oft hört. Da ist zum Beispiel die Bass Seite. Manche behaupten, dass die Anzahl der Trompeten am Bass-Teil die Lautstärke eines Instruments bestimmen. Doch das ist schlichtweg falsch. Die Schall-Trichter dienen hauptsächlich zur Optik und beeinflussen die Lautstärke nur peripher.

Ein anderer Mythos ist zum Beispiel, dass die Anzahl der beim Falten entscheidend für den Luftverbrauch sein soll. Generell bestimmt die Körpergröße über die Anzahl der Falten. Deswegen sind bei normaler Spielweise 13 bis 15 Falten üblich. Diese Anzahl hat sich seit Jahren bewährt.

Welches Holz zum Beispiel bei einer Geige oder einer Gitarre verwendet wird, hat auf den Klang dieser Instrumente einen besonderen Einfluss. Die Steirische Harmonika ist im Gegensatz zu diesen Instrumenten kein Resonanzinstrument. Das bedeutet, dass der entstehende Ton sich nicht in einem Korpus entwickeln muss, sondern allein durch die Stimmzungen entstehen. Daher ist es für den Klang einer Steirischen nicht wichtig welches Holz für den Korpus verwendet wurde. Die steirische Harmonika gehört zu den selbst klingenden Unterbrechungs-Aerophonen.

Doch was kann man sich unter einem Unterbrechungs-Aerophon vorstellen? Die Stimmzungen, welche aus Metall Lamellen oder Rohrblättern stehen können, werden in Schwingung versetzt, die wiederum die vorbeiströmenden Luft in regelmäßigen Abständen unterbricht. Es entsteht der typische Ton einer steirischen Harmonika.

Die Qualität der Stimmzungen hingegen ist für den Ton ausschlaggebend. Leider ist es schwer für einen Laien den Überblick zu behalten. Viele Hersteller benützen für die Bezeichnung ihrer Stimmplatten eigene Bezeichnungen. Am gebräuchlichsten dabei die Bezeichnungen:

  • Machina
  • Dural Export
  • Tipo a mano
  • A mano
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