Das Phänomen Heino

music-799257_640Der deutsche Musiker dürfte den meisten bekannt sein als Schlagersänger und Interpret deutscher Volkslieder, jedoch wandelte er sich bekanntermaßen im Verlauf seiner Karriere und probierte sich auch in anderen Genres. Die blonden Haaren und die schwarze Sonnenbrille kombiniert mit dem sonoren Bariton hat er in hiesigen Breitengraden einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht.

Wo kam er her, wo ging er hin?

Heino wurde in Düsseldorf als Sohn eines Zahnarztes geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bäcker und beendete diese 1955. Die Brille trägt Heino aufgrund einer Augenerkrankung seit den Siebzigerjahren, sie wurde zu einer Art Markenzeichen. Erster Auftritt 1961 trat Heino mit mäßigem Erfolg das erste Mal auf, allerdings nicht allein, sondern als Teil eines Trios, den OK Singers auf, es wurde aber trotz des nicht gerade durchschlagenden Erfolges eine Schallplatte aufgenommen.

Der erste Erfolg

Der Durchbruch kam 1965 bei einem Auftritt mit seiner damaligen Gruppe „Comedien Terzett“ , danach entstand seine erste Platte „Jenseits des Tales“ was die B-Seite der Single war, diese wurde dann mehr als 100.000-mal verkauft. Im Jahre 1967 folgte seine erste Langspielplatte. In den 1980er Jahren ließ der Erfolg ein wenig nach, Kritik hagelte es, als er 1983 und 1986 eine Tournee durch das damals wegen der Apartheid international geächtete Südafrika unternahm – viele internationale Künstler hatten das Land deswegen boykottiert. Aber auch die Tatsache, dass Heino 1977 auf einer eigentlich nur für Unterrichtszwecke gedachten Schallplatte alle drei Strophen des Deutschlandliedes sang, brachte ihm wenig Freunde ein.

Aber Anfang der 1990er Jahre gelang ihm ein Comeback, zum einen durch eigene Fernsehserien bei dem Privatsender Sat.1 sowie die Rap-Versionen seiner Hits „Enzian“ und „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ , mit denen er sich bei Jugendlichen neue Fans verschaffte. Heinos Lieder fallen unter den Begriff „Volkslieder“, auch wenn sie im Stil der Schlagermusik interpretiert werden.

Das Ende – oder doch nicht?

2005 begann Heino seine Abschiedstournee durch fünfundzwanzig Städte Deutschlands, aber es war dann doch noch nicht vorbei – 2009 begann sein zweiteiliges Albumprojekt „Die Himmel rühmen“ , dazu gab es dann doch wieder eine Tournee – so viel zu Abschiedstournee) hier bereiste Heino im Rahmen seiner Tournee klassische Gebäude mit klassischer Musik, unter anderem Kirchen.
2013 erschien das Studioalbum „Mit freundlichen Grüßen“mit zwölf Coverversionen bekannter deutschsprachiger Pop-, Hip-Hop- und Rocklieder.

Wacken mit Heino

Das nächste Highlight folgte gleich in 2013, ein Auftritt Heinos gemeinsam mit Rammstein beim Wacken Open Air. Alles in allem kann man sagen, Heino ist immer für eine Überraschung gut, mal sehen, was noch kommt …

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